Der Zweckverband

Seit 1999 ist das Restmüllheizkraftwerk Böblingen erfolgreich in Betrieb. Diese umweltfreundliche High-Tech-Anlage wird von einem Zweckverband betrieben, dem die Landkreise Böblingen, Calw, Freudenstadt und die Landeshauptstadt Stuttgart angehören. Über das Kontingent der Verbandspartner wird auch der Abfall der Stadt Pforzheim mit verbrannt. Das Restmüllheizkraftwerk Böblingen steht für eine kostengünstige Müllentsorgung, langfristige Entsorgungssicherheit zu höchsten Umweltstandards und eine dauerhafte, umweltfreundliche Energienutzung. Eine Anlage mit Modellcharakter, die ihrem Namen gerecht wird, nach dem Motto „sinnvoll genutzt – aus Müll wird Energie“.

Seit Inbetriebnahme 1999 wird die aus Müll freigesetzte Energie in Strom und seit 2002 in Fernwärme umgewandelt. 2008 vervollständigte das Biomasseheizkraftwerk mit der Feinholzverbrennung das Anlagenpotential. Ein innovatives Projekt, das einmal mehr Maßstäbe setzt, denn erstmals wird Strom und Wärme aus Häckselfeinmaterial erzeugt. Restmüllheizkraftwerk und Biomasseheizkraftwerk überzeugen durch eine hohe Energieeffizienz: Pro Jahr 160.000 Megawattstunden Fernwärme für die Städte Böblingen und Sindelfingen und 46.000 Megawattstunden Strom werden hier erzeugt, eine nachhaltige, umweltfreundliche Energie, die zum Vorteil der Bevölkerung sinnvoll genutzt wird. Endliche, fossile Brennstoffe werden geschont und die Umwelt entlastet. Rechnerisch in Zahlen ausgedrückt bedeutet dieser effektive Beitrag zum Klimaschutz: eine jährliche Einsparung von rd. 16 Mio. Liter Heizöl, eine Vermeidung von 32.600 Tonnen Kohlendioxid und 26 Tonnen Stickoxid.