Gebäude und Baudaten

Das 5,4 ha umfassende Grundstück des Restmüllheizkraftwerks liegt am Rande des ca. 600 ha großen Böblinger Truppenübungsgeländes der Amerikanischen Streitkräfte. Die Anlage selbst teilt sich in die Gebäudeteile für Anlieferung und Verbrennung, Abgasreinigung und Salzsäureaufbereitung sowie für die Energienutzung in Turbinenhaus und Luftkondensationsanlage auf. Als Nebengebäude sind die Betriebswerkstatt, Lager und Verwaltungsgebäude sowie Wasserbecken für z.B. Betriebswasser vorhanden.

Nach fast zehnjähriger intensiver Planung beschlossen die Gremien des 1990 gegründeten Zweckverbandes, der Kreistag des Landkreises Böblingen und der Gemeinderat der Stadt Stuttgart, im Sommer 1995 den Bau eines Restmüllheizkraftwerkes mit moderner Rostfeuerung. Zahlreiche Gutachten begleiteten die mehrjährige Standortsuche mit anschließendem Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren. Nachdem im August 1996 die Baugenehmigung vorlag, wurde zügig mit den Arbeiten begonnen. Bereits im November 1997 war der Rohbau fertiggestellt. Nach erfolgreichem Probebetrieb konnte das Werk im Mai 1999 eingeweiht werden.

Im November 1998 trat der Landkreis Calw im Verbund mit der Stadt Pforzheim dem Zweckverband bei, seit Januar 2000 ist der Landkreis Freudenstadt ebenfalls Mitglied.

Den Beschluss zur Erweiterung der Anlage um ein Biomasseheizkraftwerk fasste der Zweckverband im November 2006. In den ursprünglich zur Klärschlammbehandlung vorgesehenen Gebäudeteilen konnte der Einbau der Biomasseverbrennung erfolgen und in die bereits vorhandenen Wasser- und Leittechniksysteme integriert werden.