Das meiste, was bei der Verbrennung übrig bleibt, wird wiederverwertet.
Die über die Salzsäureanlage aufbereitete 30-prozentige Produktsäure mit einer durchschnittlichen Jahresmenge von 2.600 Tonnen, findet ihre Verwendung in der Chemieindustrie, der entwässerte Gips mit gut 360 Tonnen jährlich in der Bauindustrie. Schlacke (ca. 30.000 to/a) und Flugstaub (ca. 2.700 to/a) werden als Material für den Bergbauversatz oder den Deponiebau weitergegeben und das verbrauchte Katalysatormaterial wird vom Hersteller zurückgenommen. Das für Sanitär, Werkstatt und Kessel verbrauchte Wasser wird in der Kläranlage Böblingen-Sindelfingen gereinigt.
Ausfallender, nicht brennender Schrott wird zur Wiederverwertung von Recyclingfirmen abgeholt. Die rund 1.400 Jahrestonnen werden z.B. der Rohstoffindustrie zur Stahlerzeugung zugeführt. Lediglich geringe Mengen Ionenaustauschmaterial, beladene Aktivkohle und Abschlämmungen aus der Salzsäureanlage können nicht verwertet werden. Das bedeutet, dass deutlich weniger als 1 Prozent, bezogen auf den Restmülleinsatz von rund 150.000 Jahrestonnen, als Sondermüll entsorgt werden muss.
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Für die Verbrennung von Häckselfeinmaterial werden außer Kalksteinmehl und einer Harnstofflösung keine weiteren Zusatzstoffe benötigt.
Das Kalksteinmehl wird mit einer Förderschnecke der Brennstoffzuführung zum Schleuderrad zudosiert. In der Brennstoffförderschnecke vermischt sich der Kalk mit dem Brennstoff und wird per Schleuderrad in die Brennkammer eingebracht. Durch die Beigabe von Kalksteinmehl wird neben der Anhebung der Ascheschmelztemperatur auch schon ein gewisser Anteil an Schwefel in der Asche gebunden und damit die SO2-Emission reduziert. Zusätzlich wird die Schlackebildung dadurch nochmals minimiert.
Mit der Harnstofflösung wird der Reduktionsmittelbehälter der Entstickungsanlage befüllt. Die Lösung wird von dort mittels Druckluft über eine Eindüsungslanze direkt in die Feuerung eindosiert. Sie dient zur Minimierung der Stickoxide (NOx) im Rauchgas (SNCR-Verfahren).
Wie bei jeder herkömmlichen Verbrennung bleibt auch bei der Holzverbrennung zum Schluss Asche übrig. Diese Asche wird in einem separaten Silo gesammelt und dann von Entsorgungsfirmen zur Aufbereitung abgefahren. Aufgrund der unterschiedlichen Konsistenz der Asche aus Holz- und Restmüllverbrennung differieren die Entsorgungswege. Daher wird ein gesondertes Auffangsilo benötigt. Der Ascheanteil im Böblinger Biomasseheizkraftwerk ist bemessen auf die Brennstoffmenge ausgelegt auf rund 30 Prozent.
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