Biomasse als Brennstoff

Beim eingesetzten Brennstoff handelt es sich um Feinmaterial, das nach dem Häckseln und Absieben von Holzhackschnitzeln aus Grünholz als Reststoff übrig bleibt und auf den Häckselplätzen in viel zu großer Menge gelagert wird. Die Holzsieb-Reste werden im Biomasseheizkraftwerk energetisch sinnvoll genutzt und entlasten die Häckselplätze.

Da es sich beim Brennmaterial um biogene Abfälle, insbesondere Baum- und Heckenschnitt handelt, produziert das Biomasseheizkraftwerk ausschließlich Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Um den NawaRo-Zuschlag (Bonus für nachwachsende Rohstoffe) für die Stromvergütung zu erhalten, darf selbst für die Anheizung der Anlage kein fossiler Brennstoff zum Einsatz kommen.

Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, wird die Anlage mit einem speziellen Anfahrmechanismus auf Verbrennungstemperatur gebracht. Eine geringe Menge an trockenem, gut zündbarem Material wird durch eine Öffnung zur Feuerbox mit Hilfe einer Lanze entzündet. Nach dieser Lanzenzündung erfolgt der Aufwurf des Zündmaterials über die Dosierschnecke, dadurch erhöht sich die Temperatur ca. um 50°C in der Stunde, bis eine Verbrennungstemperatur von 700°C erreicht ist. Erst danach setzt das Schleuderrad das Feinmaterial ein und die Temperatur steigert sich auf ca. 900°C bis 1000°C.