Feuerung und Kessel

Nachdem der Kranfahrer den Aufgabetrichter mit dem durchmischten Müll bestückt hat, fällt der Abfall durch einen Schacht auf die Dosierungseinrichtung. Jeweils ein hydraulisch angetriebener Stößel sorgt für eine gleichmäßige Aufgabe des Restmülls auf die beiden Verbrennungsroste. Durch die besondere Konstruktion der Roste und die Bewegung der Roststäbe wird der Müll umgewälzt, durchmischt und die verbleibende Schlacke schließlich bis zum Schlackentrichter transportiert.

Dabei durchläuft er die thermischen Zonen Trocknung, Entgasung, Verbrennung und Ausbrand. Bei der Verbrennung herrschen Temperaturen zwischen 850°C und 1.000°C. Die für die Verbrennung notwendige Luft wird aus dem Restmüllbunker angesaugt. Dort entsteht dadurch ein geringer Unterdruck, der verhindert, dass aus dem Restmüllbunker Gerüche oder Staub an die Außenluft gelangen und dort zu Belästigungen führen können.

Die eingebauten Ölbrenner sind ausschließlich für das An- und Abfahren der Anlage vorgesehen. Nach Erreichung der vorgeschriebenen Mindesttemperatur von 850°C verbrennt der Abfall von alleine. Im Regelbetrieb ist der Heizwert des mit durchschnittlich 11.000 kj/kg fast doppelt so hoch wie für eine selbstgängige Verbrennung notwendig.